Lange nicht mehr gehört: Dj Hell – U can Dance feat. Bryan Ferry

Ein Track, welcher in mehr Kategorien nicht passen könnte: Brett, Klassiker, Bürste, Tanzware, Sommersong, Autofahrüberhit, zeitlos schön und und und. Immer wenn ich den Track höre, denke ich so ab der Mitte: “Das müsste ja jetzt der Höhepunkt gewesen sein”, aber dann schraubt sich eben jener Song mit einer magischen Energie immer weiter nach oben. Einfach super gemacht vom Münchener Urgestein Helmut Geier (wobei man hier seinem Co-Produzenten Christian Prommer sicher einen großen Teil des Lobs zusprechen sollte). Insgesamt scheint es mir um die ganze International-Deejay-Gigolo Posse zwar etwas ruhiger geworden zu sein, aber solange ab und an Tracks wie dieser hier die Studios des Labels verlassen, darf das auch ruhig so bleiben! Die Backing Vocals sind im Übrigen von Bryan Ferry (der mich optisch in erschreckender Weise immer an Roland Kaiser erinnert), seines Zeichens Sänger der britischen Kombo Roxy Music, in der auch schon Brain Eno sein Unwesen trieb!

Nun aber: fast 10 Minuten zum Genießen bitte!

Zacharias

Lange nicht mehr gehört: Paperclip People – The Floor

Da hätten wir ihn wieder, den 1969 in Detroit geborenen Carl Craig! Unter seinem Synonym Paperclip People hat er im Jahre 1996 eine ziemlich derbe Walze auf dem Londoner Label “Open” veröffentlicht (welches übrigens ein Sublabel von Ministry of Sound ist, da bin ich gerade selbst verwundert). Eben jenes Stück Musik ist “The Floor”! Ich erinner mich noch ziemlich gut an den Abend, als ich den Track zum ersten Mal hörte. Es war in einer HR3-Clubnight, ich würde jetzt auf Väth tippen. Allein der Bassverlauf hat mir gut die Hausschuhe umgekrempelt!

Für mich ist der Track eine perfekte Mischung aus ganz vielen Elementen und Stimmungen: Schöne Detroiter-Techno-Basics, euphorisierende Disco-Loops und mystische Flächen. Allein deshalb immer eine Erwähnung und bei mir in letzter Zeit auch öfter mal wieder ein Runde auf dem Plattenteller wert.

Lange nicht mehr gehört: Ultramarine – Hooter

… und auf einmal war da wieder diese Trompete im meinem Kopf! Nein so endet kein schlechter Roman über einen Psychopathen aus einem Vorort in Maine. So gings mir gerade und recht schnell erinnerte ich mich, dass es zu dieser Trompete auch einen Song gab: eben dieses “Hooter” von Ultramarine. Die beiden Londoner Ian Cooper und Paul Hammond haben das Stück 1994 auf ihrer Barefoot EP bei Blanco y Negro veröffentlicht, eigentlich den Carl Craig Remix. Ja und am besten in Erinnerung ist mir eigentlich dieser Elefant aus dem dazugehörigen Video geblieben. Ein putziger grauer Geselle mit Trompetenrüssel. Enjoy!

Lange nicht mehr gehört: Johannes Heil – Die eigene Achse

So, das was wir hier haben, ist neue Geschichte, auf einem neuen Dat.
Neue Erkenntnisse eines Menschenlebens.

In der Natur des Menschen lebt die Veränderung, der ständige Wandel.
In der Natur des Menschen gibt es keine geraden Linien, nur Kreise oder Wellen.

Wenn sich aus einer Welle ein Kreis bildet, dann bildet sich die eigene Achse.

Johannes Heil.

Lange nicht mehr gehört: Emanuel Top – Turkish Bazar

Manchmal überkommt einen ja am Sonntagmittag diese wohlige “ach-ja-früher-wars-auch-gar-nicht-so-Scheisse-Laune” und just in diesem Moment kommt man dann auf die guten Bürsten, welche früher jeden schmutzigen Dancefloor im düsteren Gewölbekeller unter Strobodauerfeuer gesetzt haben. Man fühlt wieder die zerschwitzte Trainingsjacke auf der Haut und die Mundhöhle füllt sich mit dem pappsüßen Nachgeschmack eines schal-geschüttelten Energydrinks. Das Emanuel Top 1994 dieses große Stück Acid an viele Ohren brachte, ist sicher nicht nur der brutal gut programmierten TB-303 zu verdanken. Das Stück lebt zum Großteil auch durch den Vocalfetzen aus dem Jim Morrison Gedicht “Black Polished Chrome“. Dieses ist – für die, die es interessiert – in voller Länge auf dem “American Prayer“-Album der Doors zu hören … oder hier! Schönen Sonntag!

Lange nicht mehr gehört: David Morales – Needin’ U

Da scheint doch die Sonne vom Himmelszelt und zärtlich schmeichelt mir der Ibiza Klassiker von David Morales durch die Gehörmuschel. Und da ich hier nicht allein diesen sonnengreiften Klangzitrus auspressen möchte, breite ich euch ein digitales Handtuch neben dem Meinen aus und erwarte euch mit einer Pina Colada …

Das Video wirkt zwar eher wie ein Spot für Muskelaufbaupräparate, aber da spricht bestimmt nur der Neid aus mir, dass ich heute nicht mit einer Schallplatte unter dem Arm über das bezauberndste der pityusischen Eiländer rennen darf!

Lange nicht mehr gehört: The Aztec Mystic – Knights of the Jaguar

Durch den Love Family Park Trailer kam mir vorhin dieser Track wieder in den Sinn. The Aztec Mystic ist vielen vielleicht besser als DJ Rolando bekannt, welcher der legendären Underground Resistance Crew aus Detroit angehört. Die Knights of the Jaguar EP wurde 1999 auf Underground Resistance released und dieser Track gehört wohl zu einem meiner Liebsten aus dieser Zeit. Ich könnte wahrscheinlich jetzt auch die ein oder andere Anekdote zu diesem grandiosen Track erzählen, aber ich lasse jetzt einfach mal die Musik für sich sprechen, denn jeder, der diesen Track kennt, hat wohl seine ganz eigene Geschichte dazu zu erzählen.

Damit möchte ich mich nun ins Wochenende verabschieden. Mein Kumpel Honki und ich gehen nachher in die Saalgärten und schauen uns mal den DJ-Contest dort an. Ich bin gespannt, wie die Party danach noch so wird.

Lange nicht mehr gehört: Daft Punk – Too Long

Gestern Abend verschlug es mich seit langem mal wieder in den Manga Club nach Jena. Das Line-Up versprach mit Matthias Tanzmann & Dan Drastic von Moon Harbour aus Leipzig beste Feierei. Abgerundet wurde das ganze von unserem geschätzten Kollegen und Manga-Resident Jamy Wing. Kurz gesagt war es ein sehr geiler Abend und es muss wohl zwischen 4 und 5 Uhr morgens gewesen sein, als mich ein Gefühl überkam, welches mich an eine frühere Party im Manga Club erinnerte. Continue reading

Lange nicht mehr gehört: Broccoli Brothers – Ruhrschnellweg

Seitdem ich diesen Song Ende der Neunziger Jahre bei Viva Housefrau sah und mich spontan in das coole postindustrielle Video und den floatenden Sound verliebt habe, konnte ich den Track jahrelang nur von einer eilig mitgeschnittenen Kasette (Chrome II der Marke TDK) genießen. Nach wirklich sehr langem Suchen entdeckte ich dann eines Tages im Internet eine komplette neun Minuten lange Version dieses, meiner Meinung nach, großen Stückes elektronischer Musik. Wiederum einige Zeit später fand ich sowohl das Video bei Youtube als auch die langersehnte Vinylscheibe. Continue reading

Lange nicht mehr gehört: The Notorious B.I.G. – Juicy

The Notorious B.I.G.

Heute am 09. März vor 13 Jahren wurde Christopher Wallace aka. The Notorious B.I.G. in Los Angeles bei einem Drive-By durch 4 Schüsse in den Oberkörper ermordet. Aus diesem Grund poste ich euch heute den Track “Juicy” aus dem 1994 erschienenen Album “Ready To Die“, welches Biggie zum Durchbruch verhalf und inzwischen in den USA mit vierfach Platin ausgezeichnet wurde. Produziert wurde der Track von Sean Combs den ihr vielleicht eher unter dem Namen Puff Daddy kennt. Continue reading